Blumen Münz

 

 

Ein Blick in die Geschichte der Gärtnerei und des Blumenhauses Münz, Prüm

 

Kleine Betriebschronik

der Firma Münz, vormals Schmitt

(entstanden anläßlich des 75jährigen Jubiläums 1994)

 

 

 

 

 

 

 

1919

 

 

 

Gründung der Gärtnerei durch die Eheleute Heinrich und Berta Schmitt. Gärtnermeister Heinrich Schmitt entstammt einer alten Trierer Gärtnerfamilie. Erwerb des Wohnhauses mit Laden in der Hillstraße. In der Gärtnerei werden vorwiegend Gemüsepflanzen, Friedhofsblumen und Sommerschnittblumen für Kränze und Binderei angebaut.

 

 

 

1923

 

 

 

werden die Gewächshäuser mit Arbeitsraum / Heizraum errichtet. Geheizt wird mit Koks. Der erste Lehrling war der spätere Gärtnermeister Karl Schwind aus Prüm, später Gerolstein. In den Folgejahren erlernen Karl Bier, Matthias Dackscheid aus Waxweiler, Johann Stedem aus Neuerburg und viele andere in der Gärtnerei Schmitt den Gärtnerberuf. In der Gärtnerei werden vorwiegend Gemüsepflanzen, Friedhofsblumen und Sommerschnittblumen für Kränze und Binderei angebaut.

 

 

 

1932

 

 

 

Gärtnermeister Heinrich Schmitt verstirbt im jungen Alter von 43 Jahren. Der Betrieb wird weitergeführt von seiner Frau Berta mit ihren beiden Töchtern, genannt ´Linny´ und Erika. In der Gärtnerei werden für die Ausbildung Gärtnermeister beschäftigt.

 

 

 

1933

 

 

 

Der spätere Besitzer, Franz Münz, kommt als junger Bäckergehilfe in die Bäckerei Endres nach Prüm. Er stammt aus Ruppach im Westerwald. 1936 wird er jüngster Meister des Bäckerhandwerks im Regierungsbezirk Trier.

 

 

 

1939-1945

 

 

 

Auch in der Kriegszeit werden die Gärtnerei und das Blumengeschäft weiterbetrieben. Der Schwerpunkt in der Gärtnerei besteht im Anbau von Gemüsearten. In der Binderei überwiegt die Anfertigung von Brautsträußen, Trauergebinden sowie Kränzen. Ende Oktober 1944 wird Prüm endgültig evakuiert. Die Gärtnerei ist zerstört und Familie Schmitt flüchtet nach Rheinbach, der Heimat von Berta Schmitt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges liegen Haus und Gärtnerei in Trümmern. Es beginnt ein bescheidener Wiederaufbau. Bedarf an Blumen und besonders Samen besteht durchaus schon. Zentnerweise werden Klee- und Runkelrübensamen organisiert.

 

 

 

1949

 

 

 

Die ersten bescheidenen Ergebnisse des Wiederaufbaus werden am 15. Juli 1949 Opfer der Explosionskatastrophe auf dem Kalvarienberg. Aus der russischen Gefangenschaft entlassen, kehrt der Westerwälder Franz Münz im Herbst 1949 nach Prüm zurück. Franz und Linny verlieben sich und heiraten 1951. Sie beginnen sofort mit dem Wiederaufbau des Wohnhauses und der gelernte Bäckermeister betreibt einen ganz neuen Beruf: Er wird Gärtner.

 

 

 

1951

 

 

 

Die ersten Gewächshäuser und Frühbeetkästen werden errichtet. Geheizt wird, wie vor dem Krieg, mit Koks.

 

 

 

1960

 

 

 

In der Gärtnerei wird die erste automatische Ölheizung eingebaut. Das bedeutet eine große Erleichterung, da das nächtliche Heizen im Winter entfällt. Nach und nach werden die größeren Gewächshäuser errichtet. Mittlerweile besteht die Familie Münz aus fünf Personen, den Eltern und den Kindern Roland, Hildegund und Ute.

 

 

 

1974

 

 

 

Roland Münz legt im Anschluß an den Besuch der Meisterschule in Bonn-Friesdorf vor der Landwirtschaftskammer Rheinland die Gärtnermeister-Prüfung ab. 1978 verpachtet Franz Münz die Gärtnerei an seinen Sohn.

 

 

 

1978

 

 

 

Hildegund Münz besteht die Florist-Meisterprüfung vor der Industrie- und Handelskammer Bonn nach Besuch der einjährigen Meisterschule in Bonn-Friesdorf und tritt wieder in den Betrieb ein. Im selben Jahr erfolgt der Ladenumbau.

 

 

 

1980

 

 

 

Gabriele und Roland Münz heiraten und übernehmen 1982 den elterlichen Betrieb. Ende des Jahres 1985 wird die Blumenhaus Roland Münz GmbH gegründet.

 

 

 

1994

 

 

 

Im Jubiläumsjahr beschäftigt die Gärtnerei den Gärtner Mario Krämer und den Auszubildenden Gerd Staus. Im Blumengeschäft arbeiten Florist-Meisterin Hildegund Münz, die Floristin Sylvia Bastuck und die Auszubildende Sonja Bartels. Die Leitung liegt in Händen von Gabi und Roland Münz. Die Eltern Franz und Linny erfreuen sich noch guter Gesundheit und unterstützen die Kinder nach Kräften.

 

 

 

April 2000 - Tag des offenen Gewächshauses

 

 

 

Schon fast Tradition ist der Tag des offenen Gewächshauses, der Ende April stattfindet. Dieser bietet die Gelegenheit, sich ohne Kaufzwang und in aller Ruhe die Gärtnerei anzuschauen. Zu diesem Termin stehen die Gewächshäuser randvoll mit Beet- und Balkonpflanzen. Denn Anfang Mai ist der Auftakt der Saison für die Fenster- und Balkonblumen. Traditionell bringen hier in der Eifel die "Eisheiligen" die letzten Frosttage. Wer ein geschütztes Plätzchen hat, kann auch schon vor den letzten frostigen Tagen mit der Bepflanzung beginnen.

 

Beratung und Gespräch kommen an solchen Tagen nicht zu kurz. Auch zu den Pflanzen in der Wohnung gibt es immer einiges zu klären. So berät der Gärtnermeister zu allen Fragen des Pflanzenschutzes und der Blumenpflege und weiß auch den besten Standort für die jeweilige Pflanze.


Die Gewächshäuser zeigen sich in blühender Fülle und es gibt viele Pflanzbeispiele für Fenster- und Balkonkästen oder für die Terrasse. Besondere Wuchsformen sind beispielsweise die Hochstämmchen oder auch Ampelpflanzen.

 

 

Oktober 2000 - Allerheiligenausstellung

 

 

 

Die Allerheiligenausstellung fand im Jahr 2000 zum ersten Mal statt. Das Ziel war, unseren Kunden anhand von Bepflanzungsbeispielen Ideen und Anregungen für die Grabbepflanzung zu geben. Die Grabsteine stammten von der Firma Bitzigeio, Hersdorf. Zur Bepflanzung kam eine Vielzahl dauerhafter Gehölze und bodendeckender Pflanzen zum Einsatz. Besonderes Interesse fand ein bodendeckender Buchs Buxus sempervivum der Sorte 'Herrenhausen'. Dieser wurde im gezeigten Pflanzbeispiel für die Fortsetzung des Weges verwendet, der in der Gestaltung des Grabsteinens beginnt. Neben dem Grabstein befindet sich eine Säuleneibe, botanisch Taxus baccata 'Fastigiata'. Weitere bodendeckende Pflanzen sind das Stachelnüßchen Acaena glaucophylla und der Hauswurz Sempervivum.

 

Vier bepflanzte Gräber zeigten einen Teil der Möglichkeiten einer Bepflanzung. Das erste Grab stellt einen Grabhügel dar, der anstatt einer Holz- oder Steinumrandung eine Randbepflanzung mit Einfassungsbuchs Buxus sempervirens 'Suffruticosa' erhielt. Von besonderem Schmuckwert ist immer noch die Erika, auch Zierliche Glockenheide, oder Erica gracilis. Als blühende Pflanzen erfreuen im Herbst besonders die Stiefmütterchen Viola x wittrockiana und die Hornveilchen Viola cornuta mit ihren vielen Farben. Zusätzlich zu den Pflanzbeispielen gab es eine große Zahl floristischer Werkstücke, wie Waldgestecke, Waldschalen, Pflanzschalen oder Pflanzkränze zu sehen.

 

 

Juli 2002

 

Afrika-Woche - Gitta Castelanelli präsentiert Kunst aus Afrika

 

 

 

Am 7. Juli 2002 startete die Afrika-Woche in unserem Blumengeschäft mit einer Vernissage. Gitta Castelanelli, Herzogenrath, stellte Kunstwerke aus Afrika aus und stand den ganzen Tag für Fragen und Erklärungen zur Verfügung. Rund 40 Exponate, die Frau Castelanelli von ihren Reisen mitgebracht hat, erzählen vom Leben, Glauben und Kultur der Afrikaner. Interessante Eindrücke von einer Reise nach Westafrika vermittelten einige Fotos von Roland Münz. Dazu lief im Hintergrund Musik aus Mali und anderen afrikanischen Staaten.



 

 

 

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